Happy B-Day Blog

by Bernhard Wurm 21. April 2015 12:02

Uiuiui da sagt mein Kalender, dass der Blog schon wieder Geburtstag hat und mir wird wieder bewusst, dass ich diesen viel zu sehr vernachlässige. Naja dennoch Happy B(log) Day.

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Windows 10 – bringt mehr als erwartet

by Bernhard Wurm 21. January 2015 15:50

Heute ab 18:00 präsentierte Microsoft für gut zwei Stunden die Neuerungen in Windows 10. Während so manches bereits erwartet wurde und bekannt war, wie die Integration der Sprachesteuerung von Cortana oder die Rückkehr des Startmenüs waren die Präsentationen der verschiedenen Bereiche doch überraschend detailliert und offenbar wurde auf das Feedback der User eingegangen.

So gibt es gute Umschaltmöglichkeiten zwischen den verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten des Startmenüs. Der Wechsel zwischen Windows 7 und Windows 8 Startmenü kann nicht nur durch das entfernen einer Tastatur herbeigeführt werden, sondern auch der Benutzer kann selbst darüber entscheiden.

Cortana lernt den Benutzer und sein verhalten kennen und soll ein persönlicher Assistent sein. Ich muss gestehen, die Idee einer Software, die den Benutzer führt und hilft hatte ich bereits mit 16. Allerdings fehlte es mir damals an den Möglichkeiten der Umsetzung und habe sie wieder verworfen. Gut, dass sie Microsoft aufgegriffen hat. Besonders gut gefallen mir die Einflussmöglichkeiten in das Lernverhalten von Cortana.

Dass der Kern von Windows 10 auch im Windows Phone enthalten sein wird, ist nicht überraschend, war dies ja auch in Windows 8 bereits der Fall. Die neuen Mail und Kalender Apps, sowie allgemein die “Office-Touch-Apps” sind sehr ansehnlich. Nun scheint auch bei Windows Phones Word die Darstellungs-Engine zu sein.

Der neue, bereits in den Medien erwarteten Browser Spartan hat nette Elemente, doch dass dieser den Internet Explorer auch namentlich ablösen wird, wage ich persönlich noch zu bezweifeln.

Der Dargestellte Großbildschirm “Microsoft Surface Hub” hat wenig überrascht. Wobei hingegen die Bemühungen eine holografische Brille die bereits sehr reif aussah, doch sehr überrascht hat. Natürlich konnte man erwarten, dass Microsoft irgendwann etwas ähnliches wie Google Glas hervorbringen wird, dieser Ansatz und der zugehörige Reifegrad war aber doch sehr erstaunlich. Zusätzlich scheint Holo Lens etwas zu besitzen, was dem iPad und Google Glas bis heute fehlt: Konkrete Anwendungsfälle die im echten Leben interessant sind und – im Falle des iPads – über das Spielen – und im Falle von Google Glas – ehm. ja – hinausgehen.

Sehr positiv finde ich persönlich die Verbesserungen von DirectX 12, die – angeblich – viel weniger Strom benötigen, als bisher. So mancher Smartphone Besitzer wird hier dankbar sein. Microsoft geht wieder einen Schritt weiter im Bereich vom Home Entertainment und setzt sich mit der XBox One weiter ab. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Cortana Sprachsteuerung mit der lernenden “Persönlichkeit” viel Spaß bringen kann. Noch lässt Microsoft im Gegensatz zu Apple und Google die Finger vom TV-Geschäft. Doch die XBox bietet Möglichkeiten von denen Google und Apple noch weit entfernt sind.

In Summe scheint Windows 10 doch sehr viel mehr Neuerungen bringen als vorerst gedacht. Es scheint das Windows zu werden, das Windows 8 hätte werden sollen (wobei ich persönlich viel Freude mit Windows 8 und 8.1 habe). Ein Windows, das sich sehr gut auf die verschiedenen Eingabemöglichkeiten anpasst und, was ich sehr begrüße viele noch nicht fertig durchgestaltete Elemente – vor allem im Bereich der Einstellungen und Systemsteuerung – wieder vereinheitlicht.

Das Windows 10 ein Erfolg wird, davon bin ich überzeugt, den Microsoft setzt hier auf eine neue Strategie: Das Upgrade wird kostenlos jedoch nur für 1 Jahr. Also ist das viel Motivation für viele zufriedene Windows 7 Benutzer vielleicht doch auf die neue Betriebssystem Version umzusteigen. Außerdem hat die Erfahrung gezeigt, dass es oftmals reicht eine Version auszulassen. XP – Vista – 7- 8 – 10. Es wäre also der nächste logische Schritt. Auch die Windows 8 und 8.1 Benutzer werden bestimmt freudig umsteigen. Daher kann man für Windows 8 ein vermutlich ähnlich schnelles Verschwinden wie von Windows Vista erwarten.

Der Termin lies auch erahnen, dass es zur Build Konferenz wieder einiges an Neuerungen und einen großen Milestone geben wird, aber Windows 10 selbst wohl erst im Herbst kommen wird. Ich freu mich auf jeden Fall darauf und werde mir auch die neue Preview-Version, die nächste Woche kommen soll, installieren.

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Das Surface 3 Pro – Ein Gerät für Jedermann?

by Bernhard Wurm 11. November 2014 06:11

Ich hatte Gelegenheit das neue Surface 3 Pro von Microsoft zu testen. Ich wollte es natürlich ganz genau wissen und so wurde das Surface gleich im Produktivbetrieb eingesetzt um die Alltagstauglichkeit zu prüfen. Das Ergebnis, die Vorteile und wann das Surface das perfekte Gerät für Sie ist und wann nicht, können Sie in diesem Bericht lesen.

Das Gerät selbst

Bei der ersten Handhabung überrascht das Surface mit dessen Gewicht. Man würde erwarten, dass es weniger wiegt. Doch auch vergleichbare Ultrabooks sind nicht wirklich leichter und das Gewicht selbst ist kein Problem und vermittelt andererseits die hochwertige Verarbeitung des Geräts.

Die Größe des Displays ist sehr gut zum Arbeiten geeignet und gleichzeitig wirkt das Surface 3 Pro sehr handlich. Es ist der ideale Begleiter bei Kundenterminen und Besprechungen. Egal ob Vertriebsmitarbeiter, Kundenbetreuer oder Geschäftsführer.

Ein Größenvergleich vom Samsung Series 9 Ultrabook,dem Surface 3 Pro und dem Surface 2.

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Der Akku des Surface 3 Pro hält im Realgebrauch je nach Arbeitsintensität circa einen Tag durch. Das ist doch weniger, als beispielsweise das Ultrabook Samsung Series 9, doch das Surface 3 Pro ist auch kleiner, leichter, dünner und mit Touch ausgestattet.

Das Ladegerät ist klein gehalten und der Anschluss (rechts im Bild) im Vergleich zum Surface 2 (links im Bild) wesentlich verbessert. Dieses ist nun ähnlich einfach anzubringen wie die Tastatur.

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Manche Klagen über die Wärme und Geräuschentwicklung des Surface 3 Pro kann ich leider nachvollziehen, wenn sich dieses im Vollbetrieb befindet. Wobei dies oftmals nicht vom Benutzer, sondern von den Windows 8 Wartungsjobs ausgelöst werden. Durch die intensiven Arbeiten der CPU und Festplatte wird das Gerät heiß und der Lüfter ist deutlich zu hören. Außerdem muss man sagen, dass die Geräuschentwicklung nicht mehr ist, als beispielsweise bei einem Notebook oder Ultrabook.

Der Click-Stand ist nun nahezu stufenlos regelbar und passt sich der Situation des Benutzers perfekt an - egal ob eine Präsentation im Stand, beim Arbeiten am Tisch oder auf dem Schoß. Dieser ist auch entsprechend stabil und verleiht dem Surface 3 Pro einen sehr sicheren Stand. Signifikant besser als die Displaypositionierung bei meinem Samsung Series 9 Ultrabook.

Der Stift

Der Stift für das Surface 3 Pro in Kombination mit dem Type-Cover und dem Touch-Screen hat mich die Maus überaschenderweise nicht missen lassen. Die ausgeklügelten Knöpfe am Stift erleichtern das Arbeiten enorm, da diese das Markieren und Löschen von handschriftlichen Notizen oder auch das Aufrufen des Kontextmenüs intuitiv ermöglichen. Durch den großen Lila-Knopf am oberen Ende des Stiftes öffnet sich OneNote und schnellen Notizen stehen nichts im Weg. Die Kombination OneNote und Surface 3 Pro ergibt das perfekte digitale Notizbuch, wie ich festgestellt habe. Die OCR (Handschriftenerkennung) und die Indizierung der Notizen von OneNote erledigen den Rest. Wobei ich mir eine klein wenig bessere Handschrifterkennung gewünscht hatte, diese sollte sich nicht nur 8/10 Punkten, sondern 10/10 verdienen.

Doch eine Frage stellte ich mir bis zum Schluss: Wo soll ich beim Transport den Stift hingeben? Leider verfügt das Surface 3 Pro über keinerlei Halterungsvorrichtungen für den Stift.

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Die Tastatur

Die Tastatur dient schon wie bei den Vorgängermodellen als Schutz für das Display und ist gut zum Arbeiten. Obwohl das Surface 3 Pro selbst größer (und dafür dünner) geworden ist, blieb die Größe der Tastatur gleich. Lediglich der Randstreifen verbreiterte sich um das Display vollständig abzudecken. Die neue Klapp-Funktion der Tastatur die dadurch zu einer leichten Schrägstellung führt ist sehr angenehm und stabilisiert das Surface, wenn man das Gerät tatsächlich am Schoß benutzt. Ich persönlich würde mir wünschen, dass die Tastatur ein klein wenig mehr Platz einnehmen und der Randbereich künftig verkleinert würde, damit auch für Vielschreibern keine Verspannungen auftreten. Wobei sich im Allgemeinen ein gutes Schreibgefühl durch die angenehme Reaktion der Tasten einstellt. Aufgrund der Bauart ist die Tastatur für meinen Geschmack einen Tick zu laut. Die Tastaturbeleuchtung ist im Dunklen ein tolles Feature, welche sich der Benutzer jederzeit selbst ein und ausschalten, sowie die Helligkeit regeln kann. Gewöhnungsbedürftig ist, dass die klassischen F-Tasten über die FN-Taste erreichbar sind, da die Standardfunktion mit diversen Geräte und Windows-Shortcuts hinterlegt sind wie Beispielsweise der Tastaturbeleuchtung, Lautstärkenregelung, Play/Pause oder den Windows Charms.

Das Touchpad ist makellos, reagiert sehr gut und unterstütz sogar Gesten, die ansonsten über das Touch-Display durchgeführt werden.

Im Bild: Der Größenvergleich des Surface 3 Pro mit TypeCover zum Surface 2 mit TypeCover.

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Das Fazit

Microsoft hat den Spagat zwischen Notebook und Tablet mit dem Surface 3 Pro perfekt geschafft. Ich kann mir nur wenige Verbesserungen vorstellen und kaum Mankos feststellen. Einen SIM-Karten-Slot vermisse ich nicht, da ich bei Bedarf ohnehin die Internetfreigabe am Handy aktiviere.

Es kombiniert die Vorteile eines Tablets und die Produktivität eines Notebooks mit der Mächtigkeit von Windows perfekt. Die Neuerungen von Windows 10, welches sich je nachdem ob eine Tastatur angeschlossen ist oder nicht anders darstellt runden die Benutzung ab. Obgleich durch die Touch-Oberfläche auch Windows 8 und 8.1 deren Vorteile perfekt ausspielen können. Egal ob beim Anschluss eines USB Sticks, der kabellosen Übertragung des Bildschirms über DLNA für Präsentationen oder die Benutzung von Outlook per Touch.

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Ich kann das Gerät nach meinem Test nur wärmstens empfehlen, auch wenn der Preis für das Gerät kein Schnäppchen ist. Ich Teste das Surface 3 Pro mit 256GB Festplatte und Intel i5 Prozessor, welches ohne Tastatur 1299€ kostet. Für die Tastatur kommen noch weitere 129,99€ hinzu.

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CRM 2011 Leads ohne Aktivitäten oder Notizen suchen

by Bernhard Wurm 22. September 2014 12:00

Eine Herausforderung im CRM 2011 ist es Leads zu finden, die keine Aktivitäten, keine Notizen und keine Beschreibung hinterlegt haben.

Die Beschreibung selbst ist mit einem Filter einfach zu erledigen. Die Aktivitäten und die Notizen hingegen sind verknüpften Entitäten und es existiert keine Abfragemöglichkeit im CRM a’la “Leads die keine Verknüpfung zu XY haben”.

Auf Datenbankebene wird dies per OUTER-JOINs gelöst. Leads sind in der Leadbase Tabelle gespeichert, die Notizen in AnnotationBase und die Aktivitäten in der Tabelle ActivityPointerBase.

Die Abfrage lautet also:

SELECT l.Firstname, l.lastname, l.companyname, l.fullname, l.description
FROM Leadbase as l
    LEFT OUTER JOIN ActivityPointerBase a ON l.leadId = a.RegardingObjectId
    LEFT OUTER JOIN AnnotationBase an ON an.ObjectId = l.LeadId
WHERE a.RegardingObjectId IS NULL
    AND an.ObjectId IS NULL
    AND l.Description IS NULL

Diese Daten werden dann in eine Marketing-Liste importiert und anschließend per Massenlöschung gelöscht.

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Das Microsoft Surface 2

by Bernhard Wurm 11. March 2014 18:00

Nachdem ich gut 1,5 Jahre ein iPad 4 besaß wollte ich mir nun mit der zweiten Generation des Surface auch dieses Gerät einmal ganz genau ansehen und ich bin begeistert!

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Das Surface 2 hat ein anderes, aber sehr angenehmes Display Format welche nicht nur zum Arbeiten sehr angenehm, sondern auch zum Ansehen von Filmen sehr gut geeignet ist.

Ich möchte hier keinen Spezifikationsvergleich zwischen den Geräten ziehen, sondern viel mehr über die wirklichen Vor- und Nachteile des täglichen Lebens mit diesen Geräten.

Das Surface hat ein paar, für mich äußerst wesentliche, Vorteile, sowohl bei der Hardware, als auch softwareseitig.

Es hat einen vollwertigen USB Anschluss. Es ist ein leichtes Fotos oder andere Dateien auf das Surface zu bekommen oder vom Surface auf ein anderes Gerät zu transferieren. Mit dem iPad war dies leider sehr mühsam über iTunes. Mit der Ausnahme über die iCloud, welche dann funktionierte, wenn man ausschließlich Apple Geräte benutzt.

Zur Speichererweiterung gibt es einen Mini-SD-Karteneinschub. Sehr angenehm.

Die Tastaturen sind perfekt. Ich selbst habe mich für die Type-Tastatur entschieden, die perfekt zum Schreiben geeignet ist und gleichzeitig als Schutzhülle für das Display fungiert.

Kleine, aber im wesentlichen nicht so relevante Nachteile der Hardware: Die Lautstärkenregelung ist zwar viel besser positioniert als beim iPad, allerdings wirkt die Ausführung etwas billig und die Beschichtung der Rückseite sieht sehr gut aus, ist aber leicht zerkratzt.

Wo das Surface aber das iPad meilenweit abhängt ist der Bereich des produktiven Einsatzes. Ein vollständiges Windows 8.1, welches im Tablett-Bereich die vollen stärken ausspielen kann. Mit allen Apps, die ich auch am PC nutzen kann (Apps, nicht Programmen! Hierzu ist das Surface Pro notwendig, welches jedoch nicht mit einem Tablett, sondern viel mehr mit einem Ultrabook mit Touch verglichen werden muss). Inkl. einem vorinstallierten und kostenlosem Office 2013. Ja, mit dem Surface kann man im Gegensatz zu einem iPad wirklich sehr gut produktiv arbeiten.

Ja, der Windows Store beinhaltet bei weitem noch nicht so viele Apps, wie der Apple-Store. Aber das Potential ist groß! Für Entwickler ist es ebenfalls toll, da eine entwickelte App auf verschiedenen Gerätetypen läuft.

Selbstverständlich werden Bilder, OneNote Notizen etc. automatisch über OneDrive (bei Apple wäre es die iCloud – zumindest für Musik und Bilder) zwischen den Geräten synchronisiert.

Windows 8.1 geht jedoch noch weiter. Die Multiuser-Fähigkeiten ermöglichen mir die Verwaltung mehrerer Konten auf dem Gerät. So können meine Freundin und ich das Gerät je mit den persönlichen Einstellungen und Daten nutzen.

Wenn ich mir am Smartphone (Nokia Lumia 925) eine Notiz speichere, habe ich diese automatisch am Surface und am Notebook. Meine Hintergrundbilder und persönlichen Einstellungen werden ebenfalls synchronisiert und die Windows 8 Charms ermöglichen eine perfekten Arbeitsfluss. Denn wir alle wissen, dass bei Touch-Geräte das Copy & Paste doch etwas mühsam ist. Mithilfe der Charms können Webseiten-Links extrem einfach per E-Mail versendet oder als Lesezeichen für später verwendet werden. Die Windows 8 Apps sind nicht, so “alleine” wie bei Apple, Sie können gut miteinander interagieren und dies ist perfekt integriert.

Ach ja und noch eine “Kleinigkeit” die bei mir früher – zu iPad Zeiten - lediglich Kopfschütteln verursachte. Mit dem Surface kann ich drucken! Ohne sonder-, Zusatz-, irgendwas!

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Fazit

Während sich die Benutzung des iPads mit der Zeit immer mehr zum Nachschlagen des TV Programms, kurzem Internet surfen, E-Mail-Abrufen und Spielzeug reduzierte ist das Surface ein Produkt das man wirklich gut und integriert auch produktiv benutzen kann. Im Gegensatz zum iPad brauchten meine Eltern beim Surface auch keine Einschulung wie es benutzt wird. Es ermöglicht all das, was beim iPad fehlt. USB, Drucken usw. Es ist ein Produkt mit tollen stärken.

Und noch ein sehr guter Kaufgrund für ein Surface: Es ist signifikant billiger, als ein iPad.

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Wortuhr Selbstgemacht

by Bernhard Wurm 20. January 2014 01:55

Vor gut einem Jahr haben wir die Wortuhr QlockTwo entdeckt. Und kurz nach Weihnachten 2013 beschlossen wir dann diese Uhr ungefähr so selbst nachzubauen. Und so sieht das Ergebnis aus:

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Es lädt zum Nachbauen ein und darum hier ein kleiner Bericht wie wir das gemacht haben.

Eine kleine Warnung vorweg. Es ist wirklich etwas Arbeit damit verbunden!

Die Einkaufsliste:

  • 3x ULN2003A
  • 3x HCF4094BE
  • 6x Sockel für die Chips
  • 2x 1000 Ohm Widerstände
  • 2x Taster
  • 1x Arduino UNO (oder die Teile um den selbst nachzubauen)
  • 1x Netzteil
  • 92x LEDs – 10.000mCd sind fast zu hell. Es kann ruhig weniger sein. Ich würde jetzt auch diffuse und keine klaren LEDs nehmen, würde ich eine zweite Variante bauen.
  • 92x Vorwiderstand für die LEDs (abhängig von der gewählten Versorgungsspannung, die ja zwischen 5V und 9V liegen kann.
  • 5x Overhead-Folie zum Bedrucken
  • 1x einen dicken Bilderrahmen
  • 1x Holzplatte – am Besten die Rückwand eines Kastens.
  • 1x 5mm Bohrer, Lötkolben, Lötzinn, Drähte, Klebeband, Lineal
  • 1x Tonpapier zum Steg bauen und für den Rahmen im Bild.
  • 1x Lochplatte

Als erstes benötigt die Uhr einen Rahmen. Das Innenleben benötigt doch etwas Platz und daher bietet sich ein dicker Rahmen an. Wir haben ihn vom Möbelix gekauft, Ikea oder andere gingen natürlich auch.

Die Steuerung der Uhr wird von einem Arduino übernommen. Dieser kleine Microcontroller lässt sich dann entsprechend programmieren. Allerdings besitzt dieser lediglich 13 Ausgänge und es sind in Summe 21 Wörter. Dies liese sich mittels Multiplexing lösen, allerdings habe ich mich für eine andere Lösung entschieden laut einer anderen Anleitung entschieden.

Dabei wird nicht der Arduino verwendet um die Wörter zu beleuchten, sondern kleine Mikrochips vom Typ HCF4094BE welche die Logik des Schaltens beinhalten, doch selbst keine Leistung vertragen. Daher werden diese mittels ULN2003A Chips verbunden, die den negativ-Pol der LEDs schalten.

In unserer Lösung wird also nicht jeder Buchstabe, sondern jedes Wort einzeln geschalten bzw. leuchtet “ES IST” immer.

Es sei natürlich auch erwähnt, dass es nicht erforderlich ist, einen vollständigen Arduino zu “opfern” sondern dieser kann natürlich auch nachgebaut werden, was etwas kostengünstiger sein wird.

Der Schaltplan zu einer englischen Version der Uhr findet sich übrigens hier:

Full Image

http://www.highonsolder.com/display/ShowImage?imageUrl=/storage/WC/Word_Clock-Schematic.JPG?__SQUARESPACE_CACHEVERSION=1294531692634

Da der Schaltplan nicht von einem vollständigen Arduino, sondern lediglich vom ATMEGA328-Chip ausgeht, ist das Pin-Mapping noch interessant. Dieses kann von der Arduino-Website entnommen werden: http://arduino.cc/en/Hacking/PinMapping168

Soweit so klar. Also heißt es den Schaltplan zu übernehmen.

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Die Verdrahtung darf natürlich nicht fehlen. Da wird lediglich eine Lochplatte habe und keine fertige Leiterplatine sieht das etwas wild aus.

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Da ich selbst bis dato wenige Know How im Bereich Elektronik habe musste ich erst ein bisschen recherchieren bzgl. der Dimensionierung und zur Identifikation der Verantwortlichkeiten der Mikrochips möchte hier bei meinem Nachbarn Franz Gahleitner sehr herzlich bedanken!

Da ich so einiges an Grundlagen Nachzulesen hatte, hier eine kleine Zusammenfassung der elektrotechnischen Grundlagen für die Berechnung der Bauteile.

Die meisten LEDs benötigen selbst so 2V-3V und 20mA (auf der LED Spezifikation nachzulesen). Je nach Spannungsversorgung ist es erforderlich, dass der Vorwiderstand der LED die Spannungsdifferenz von Spannungsversorgung und LED bei 20mA verbraucht. Die Formel U=R*I aus der Hauptschule hilft d zur Berechnung des Vorwiderstandes. Bei Parallelschaltung der LEDs bleibt die Spannung gleich und der benötigte Strom wird addiert. Bei Serienschaltung ist es umgekehrt.

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Zur Berechnung der Versorgung wird der maximale Strom zur entsprechenden Spannung herangezogen. Es leuchten gleichzeitig max. 23 LEDs, was bei 20mA ca. 0,5A beträgt und der Arduino selbst ist natürlich auch noch. 1,5A Schaltnetzteil reicht daher bestimmt Zwinkerndes Smiley.

Im Buch 30 Arduino Selbstbau-Projekte, von welchen ich noch kein einziges gebaut habe, habe ich erfahren, dass der Arduino selbst nicht mit mehr als 100mA belastet werden soll. Auch ein Grund, sich für die ULN2003A zu begeistern, welche je Pin bis zu 500mA (siehe Spezifikation) ermöglichen und ein Pin ist ein Wort. Das längste Wort ist “viertel” mit sieben Buchstaben und somit 140mA.

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So wie ich gelesen habe ist es keine gute Idee einen gemeinsamen Widerstand für alle LEDs zu verwenden. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Lebenszeit der LEDs sehr gering sein wird ist offenbar recht hoch und auch dass diese nicht alle gleichhell leuchten. Daher heißt es für jedes LED (oder LED Reihe falls diese in Serie geschalten werden) je einen Vorwiderstand schalten. Wir haben alle LEDs parallel geschalten.

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Die Elektronik sagt uns, dass es irrelevant ist, ob der Widerstand an der Anode (+) oder der Kathode (-) hängt. Daher ist es wie gesagt egal. Aufgrund de späteren Platzmangels heißt es jedoch den Widerstand möglichst nahe anzubringen. Also 92x LED-Bein kürzen, sowie Widerstand kürzen und zusammenlöten.

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Als nächstes machten wir uns an die Arbeit die Platte für den Unterbau zu basteln. Durch diese Blatte werden die LEDs gesteckt und an der Hinterseite verlötet. Dazu muss man natürlich die genaue Position der einzelnen Buchstaben und Wörter kennen.

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Wir haben uns die genauen LED Positionen eingezeichnet, und auf das Holz übertragen. Es trifft sich gut, dass die LEDs genau einen Durchmesser von 5mm besitzen. Damit keine andere Farbe durchscheint sicherheitshalber noch schwarz bemalen.

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Eine etwas unangenehm aufwendige Arbeit ist das Erstellen der Zwischenstege bzw. Kammern für die einzelnen Wörter. Wir wollen ja nicht, dass durch den Abstand zwischen LED und ausgedruckter Maske Buchstaben aufleuchten, die nicht aufleuchten sollen.

Mit dickem Papier und Klebeband begannen wir den Rahmen 8mm-1cm hoch zu basteln. Angelikas Leidenschaft als Kindergärtnerin für diese Materialen ist hierbei äußerst vorteilhaft.

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Auf der Rückseite werden nun die einzelnen Wörter miteinander verlötet, wobei der Plus-Pol über alle hinweg durchgängig ist und der Minus-Pol je Wort später durch die ULN2003A geschaltet wird.

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Den Arduino, die zwei Tasten zum Einstellen von Minuten und Stunden, sowie einen Potentiometer für das Dimmen auf die Platine angebracht und die ULN2003A Ausgänge mit den LED-Minus Polen verbunden.

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Alles wieder zusammenbauen und dann noch ein paar Unzulänglichkeiten beheben. Beispielsweise haben wird die Maske für die einzelnen Wörter auf Overhead-Folie ausgedruckt. Das Problem hierbei ist, dass die Deckkraft der Farbe zu  gering ist (siehe Foto). Erst als wir fünf dieser Folien übereinander legten deckte das Schwarz genug. Dies liegt auch an der Helligkeit der LEDs die 10.000mCd besitzen und wir dann ohnehin gedimmt haben.

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Ein paar zusätzliche Anpassungen des Schaltplans haben wir auch durchgeführt. Sodass das Dimmen auch für das ES IST funktioniert.

Allen in Allem hat es sich ausgezahlt und das Ergebnis kann sich sehen lassen, auch wenn natürlich gleich 100 Ideen auftauchen, was man alles anders hätte machen können.

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Ein tolles Projekt und eine nette gemeinsame Abend Beschäftigung. Und bei der Menge an Lötstellen ist es selbstverständlich von Vorteil die beste Freundin und Lötassistentin zu haben, die es gibt. Danke Angelika es hat echt Spaß gemacht!

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Generische Singleton Implementierung und warum sie funktioniert

by Bernhard Wurm 13. August 2013 14:24

Die Implementierung eines Singletons ist relativ einfach und häufig in Verwendung. Und so manch einer liebt typsichere Implementierungen mithilfe von Generics.

In diesem Zusammenhang habe ich ein kleines Quiz inkl. Auflösung. Angenommen wir haben folgende Implementierung einer Factory-Klasse, die mir ein Objekt als Singleton erzeugt:

   1:  public class ObjectCreator<T> where T:class, new() {
   2:      static T myT = default(T);
   3:      public static T CreateSingleton() {
   4:          if (myT == null)
   5:              myT = new T();
   6:          return myT;
   7:      }
   8:  }

So funktioniert diese Klasse perfekt. Sie ist typsicher, erstellt ein Singleton-Objekt und liefert es. Es muss lediglich ein leerer Konstruktor vorhanden sein, was mithilfe von new() im Constraint der generischen where-Clause angegeben ist, damit auch new T() funktioniert.

Die Verwendung der Klasse sieht nun wie folgt zum Beispiel so aus:

   1:  var data1 = ObjectCreator<List<string>>.CreateSingleton();
   2:  var data11 = ObjectCreator<List<string>>.CreateSingleton();

So weit ist alles klar und nun die Frage: WAS PASSIERT, WENN EIN ANDERER DATENTYP ANGEGEBEN WIRD? z.B.:

   1:  var data1 = ObjectCreator<List<string>>.CreateSingleton();
   2:  var data11 = ObjectCreator<List<string>>.CreateSingleton();
   3:  var data21 = ObjectCreator<Dictionary<string, string>>.CreateSingleton();
   4:  var data22 = ObjectCreator<Dictionary<string, string>>.CreateSingleton();

Sodale. Bitte erstmal kurz überlegen Smiley

 

Und hier ist die Lösung: Es passiert gar nichts besonderes. Es funktioniert einfach wie erwartet. data1 == data11 && data21 == data22 wobei data1 != data21
Worauf die Frage folgt: WARUM?
Es ist so, dass bei generischen Typen je Typ ein entsprechendes Objekt je Typ erstellt wird. Und auch wenn die verwendeten Variablen innerhalb des Objektes statisch sind, so existiert die statische Variable je generischen Typ.

Das ist das ganze Geheimnis. Es wird also je Typ mit welchem die generische Factory aufgerufen wird eigentlich eine eigene Factory mit eigenem Speicherplatz erstellt und dadurch funktioniert das Objekt mit beliebigen Datentypen…

Cool nicht.

Wem es gefällt darf gerne auf die Google Analytics Werbung drücken Zwinkerndes Smiley

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Hilfe meine Festplatte läuft voll

by Bernhard Wurm 6. December 2012 22:22

In den letzten Tagen musste ich feststellen, dass meine freier Speicher auf meinem Windows 8 Rechner kontinuierlich kleiner wurde. Innerhalb von wenigen Tagen wurde so plötzlich mehr als 60GB Speicher belegt und die SSD Festplatte hatte zu guter Letzt lediglich 147MB frei.

Mithilfe der Windows Suche und der Option zuletzt geänderte Dateien bin ich dem jedoch auf die Schliche gekommen. Direkt auf der Festplatte C: suchen mit der Option “Date modified” – Today.

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Dadurch habe ich alle heute geänderten Dateien aufgelistet bekommen und siehe da – der Großteil der Dateien – über 60GB waren in meinem %user%\AppData\Local\Temp-Verzeichnis. Bei der Entwicklung legt Visual Studio hier temporäre Dateien bei ASP.NET Projekten ab, aber auch andere Programme verwenden dieses Verzeichnis für temporäre Dateien. Blöd nur, dass scheinbar keines dieser Programme wieder vernünftig aufgeräumt hat Trauriges Smiley

Sollte jemand also ein ähnliches Problem haben. Schaut mal in das Verzeichnis und löscht den Inhalt ohne weiter nachzudenken.

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Categories: General

TLS1.1, TLS1.2 und das “richtige” Content Delivery Network

by Bernhard Wurm 20. July 2012 03:55

Das Javascript Framework jQuery und auch jQuery UI werden sehr gerne verwendet bei der Entwicklung von Webanwendungen. Hierzu reicht es, einfach die Javascript-Dateien einzubinden und schon kann jQuery im eigenen Webprojekt verwendet werden.

Um Bandbreite zu sparen und damit der Browser nicht für jede einzelne Webseite die Dateien cachen muss, werden für derartige Standard-Scripts Content Delivery Networks verwendet.

Neben Google und anderen, bietet auch Microsoft hier ein entsprechendes konsteloses Content Delivery Network an, welches verwendet werden kann. Hier die Beschreibung: http://www.asp.net/ajaxlibrary/cdn.ashx

Bei der Microsoft-Implementierung kann es jedoch zu einem Problem kommen. Und zwar genau dann, wenn die Seite mit HTTPs betrieben wird und der Benutzer TLS1.1 und/oder TLS1.2 im Browser aktiviert hat.

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In diesem Fall lädt nämlich der Browser die Dateien nicht vom Server und somit funktioniert alles, was mit jQuery zu tun hat nicht mehr.

Die Lösung ist, auf das Google CDN zu wechseln. In diesem Fall  funktioniert alles einwandfrei. Scheinbar unterstützen die Microsoftserver hier die TLS-Versionen nicht. Eine Mail diesbzgl. an Microsoft habe ich verfasst. Auf die Antwort bin ich schon gespannt.

Hier ist übrigens eine Aufstellung verschiedener CDN Hosting anbieter von jQuery: http://docs.jquery.com/Downloading_jQuery

Categories: jQuery

Office 2013

by Bernhard Wurm 17. July 2012 03:37

Yes! Aber warum heißt es Office 2013? Sind wir es nicht gewohnt mit der neuen Windows Version auch die neue Office Version zu installieren?

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